Meghans Nichte schildert ungutes Gefühl aus Kindheit mit Thomas Markle
Noelle Rasmussen, Nichte von Herzogin Meghan, sagt in einem Interview, sie habe als Kind ein ungutes Gefühl bei ihrem Grossvater Thomas Markle gehabt. Diesem werden auf den Philippinen schwere Taten im Bereich Kinderpornografie vorgeworfen, die er bestreitet.
Im Gespräch in ihrer Heimatstadt Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico sagte Rasmussen, die Nachricht überrasche sie «umso weniger, je mehr ich darüber nachdenke». Als Kind habe sie ihren Grossvater nur selten gesehen und das auf die grosse Entfernung geschoben. Heute deute sie diese Begegnungen anders: «Vielleicht war es eine Stimmung, die ich unbewusst wahrgenommen habe. Man registriert es nicht aktiv. Aber der Körper sagt einem, wenn etwas nicht stimmt.» Sie selbst sei nie von Thomas Markle missbraucht worden. Ausschliessen könne sie aber nicht, dass andere Familienmitglieder betroffen gewesen seien. Dass sie verschont blieb, schreibt sie ihrer Grossmutter zu: «Wenn sie dich geliebt hat, wäre sie bis ans Ende der Welt gegangen, um dich zu beschützen.»
Thomas Markle, 82, wird auf den Philippinen vorgeworfen, schwere Taten im Bereich Kinderpornografie begangen zu haben. Sein Sohn Thomas Markle Jr., Meghans Halbbruder, soll im Haus des Vaters in dem südostasiatischen Inselstaat «Hunderte, wenn nicht Tausende» Missbrauchsdarstellungen in Bild- und Videoform gefunden haben. Markle bestreitet, mit minderjährigen Mädchen geschlafen und die Bilder besessen zu haben. Angeklagt ist er bislang nicht. Das Material wird von regionalen Behörden auf den Philippinen untersucht. Rasmussen kritisierte zudem das Versäumnis der Londoner Polizei, einen Brief von Markles erster Ehefrau Roslyn Loveless aus dem Jahr 2019 nicht ans FBI weiterzuleiten: «Das ist ein Versagen des Systems. Es ist peinlich.»
Rasmussen hat nach eigenen Angaben seit Jahren nicht mit Herzogin Meghan gesprochen, steht aber hinter deren Haltung. Als Markle im Dezember 2025 nach einer Beinamputation auf den Philippinen im Spital lag, soll Meghan ihm geschrieben haben, dass es nicht sicher sei, ihn in der Nähe von Kindern zu haben, und er Archie und Lilibet nie kennenlernen werde. «Ich unterstütze ihre Entscheidung, ihre Kinder von ihm fernzuhalten», sagte Rasmussen. «Ich würde meine Kinder auch nicht in der Nähe von jemandem haben wollen, dem Kindesmissbrauch vorgeworfen wird.»
Rasmussens Mutter Samantha Markle verteidigt dagegen ihren Vater. Die Anschuldigungen seien aus «Hass und Verbitterung» entstanden, zudem bezeichnete sie Loveless als Alkoholikerin. Rasmussen widerspricht entschieden: «Sie hat einfach die Wahrheit gesagt, egal wie hässlich sie war.»
Quellen
Blick: Herzogin Meghans Nichte bricht ihr Schweigen im Fall Thomas Markle
20 Minuten: Thomas Markle: Nichte von Meghan äussert sich zu Vorwürfen
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