Wüest Partner erwartet für 2027 weiter steigende Mieten und Wohnungspreise
Das Immobilien-Beratungsunternehmen Wüest Partner prognostiziert für 2027 steigende Mieten und Immobilienpreise in der Schweiz. Der Wohnungsmarkt dürfte sich zwar etwas entspannen, aber nur langsam.
Für 2027 rechnet Wüest Partner mit netto rund 50'000 zusätzlichen Wohnungen, nach 39'000 im Jahr 2025. Das wäre mehr als die erwarteten 45'000 neuen Haushalte. Weil die Nachfrage gross bleibt, dürfte sich der Markt dennoch nur langsam entspannen. Seit 2023 hätten sich schätzungsweise 20'000 bis 30'000 Haushalte wegen fehlendem Wohnraum nicht bilden können. Die Zahl der Suchabonnements für Mietwohnungen ist innerhalb eines Jahres um knapp 20 Prozent gestiegen.
Die Mieten für freie Wohnungen dürften schweizweit im Schnitt um 0,9 Prozent steigen. Regional gibt es grosse Unterschiede: In Zürich, das für hohe Mieten bekannt ist, wird für nächstes Jahr ein Rückgang von 1,7 Prozent erwartet. Laut den Autoren deutet dies darauf hin, dass die Tragbarkeit für viele Haushalte an ihre Grenze gelangt ist.
Bei Wohneigentum bleibt das Angebot knapp. Zwischen dem dritten Quartal 2025 und dem zweiten Quartal 2026 wurden Baugesuche für 12'800 Eigentumswohnungen eingereicht, 16 Prozent weniger als im Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Besonders knapp ist es in der Innerschweiz und in Graubünden, reichlich dagegen im Tessin und im Jura. Die Preise für Eigentumswohnungen dürften schweizweit um 3,5 Prozent steigen, am stärksten in Graubünden (4,9 Prozent) und im Wallis (4,3 Prozent). Für Einfamilienhäuser sind 5900 neue Objekte geplant; die Preise dürften im Schnitt um 3,1 Prozent steigen.
Steigende langfristige Zinsen könnten den Preisanstieg laut Wüest Partner jedoch bremsen.
Quellen
zentralplus: Mieten steigen, Eigentum bleibt teuer: Das bringt 2027
20 Minuten: So stark steigen die Mieten und Hauspreise 2027 in deiner Region
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