Microsoft bietet rund 60’000 Angestellten Abfindungen für einen freiwilligen Austritt an

Der Softwarekonzern Microsoft bietet rund 60’000 Angestellten in Kanada, Indien, Grossbritannien und den USA eine Abfindung für einen freiwilligen Austritt an. Theoretisch betrifft das Angebot mehr als einen Viertel der Belegschaft; wie hoch die Abfindungen ausfallen, teilte Microsoft nicht mit.

Die Ankündigung machte Personalchefin Amy Coleman. Das Angebot richtet sich an berechtigte Beschäftigte bis einschliesslich der internen Karrierestufe 70, also auch an Führungskräfte bis zur Ebene der Vizepräsidenten. Nicht alle Unternehmensbereiche nehmen teil. Welche Teams ein Angebot erhalten, hängt laut Microsoft von den jeweiligen Aufgaben und dem künftigen Personalbedarf ab. Laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Person sind Mitarbeitende aus fast allen Konzernsparten infrage gekommen, darunter Bereiche wie KI, Finanzen und Personalwesen. Marketing und Sicherheit seien ausgeklammert.

Berechtigte Mitarbeitende werden direkt informiert und erhalten individuelle Angaben zu ihrem Angebot. Neben einer finanziellen Abfindung stellt Microsoft Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung in Aussicht. Die Entscheidung muss Anfang Dezember fallen; wer das Angebot annimmt, verlässt das Unternehmen zum 31. Dezember. Das Unternehmen rechnet nach eigenen Angaben damit, dass nur ein kleiner Teil der Angestellten das Angebot annimmt. Bei einem früheren Vorruhestandsangebot im April waren rund sieben Prozent der amerikanischen Belegschaft teilnahmeberechtigt, mehr als 30 Prozent davon nahmen es an.

Die Personalmassnahme fällt in eine Phase hoher Investitionen in künstliche Intelligenz. Mit tieferen Fixkosten will der Konzern Spielraum für diese Investitionen schaffen. Gleichzeitig setzt Microsoft KI-Werkzeuge in der eigenen Organisation ein, etwa bei Entwicklern, im Vertrieb und in der Lieferkette.

Im Juli hatte Microsoft bereits den Abbau von 4800 Stellen angekündigt. Ende Juni beschäftigte der Konzern rund 223’000 Vollzeitmitarbeitende. Auch andere Technologiekonzerne haben ihre Belegschaft zuletzt verkleinert: Amazon bestätigte im vergangenen Jahr 14’000 Stellenstreichungen, und auch Google und Meta versuchen, ihre Belegschaft zu verschlanken. Microsoft will am Mittwoch neue Quartalszahlen vorlegen, wobei die Finanzierung des weiteren KI-Ausbaus voraussichtlich im Mittelpunkt steht.

Quellen

Nau.ch: Microsoft bietet 60’000 (!) Mitarbeitern Abgangsentschädigung an

iFun: Microsoft will schrumpfen: 60.000 Mitarbeiter könnten gehen

Tages-Anzeiger: Freiwilliger Abschied: Microsoft bietet rund 60.000 Mitarbeitenden Abfindungen an

Nau.ch: Microsoft bietet rund 60’000 Mitarbeitern Abfindungen an

SRF News: Kostendruck wegen KI-Ausbau – Microsoft bietet 60'000 Mitarbeitern Abgangsentschädigung an

heise online: Microsoft bietet 60.000 Mitarbeitern Goldenen Handschlag

zentralplus: Microsoft zahlt für freiwillige Abgänge

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