Kreta verzeichnet bereits mehr Migrantenankünfte als im gesamten Vorjahr
Auf Kreta und der Nachbarinsel Gavdos sind bis am 25. Oktober 2026 knapp 21'000 Migranten angekommen und damit mehr als im gesamten Jahr 2025.
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR wurden seit Jahresbeginn bis zum 25. Oktober knapp 21'000 Menschen registriert. Die Hilfsorganisation Refugee Support Aegean hatte für das Jahr 2025 insgesamt 20'187 Ankünfte auf Kreta und Gavdos dokumentiert. Die Ankünfte halten an: Laut der griechischen Küstenwache kamen allein innerhalb von zwei Tagen weitere 239 Migranten auf Kreta an.
Die Migranten gaben an, von der Küste Ostlibyens gestartet zu sein, insbesondere aus dem Gebiet um die Hafenstädte Tobruk und Derna, die rund 300 Kilometer südlich von Kreta liegen. Kreta wird zunehmend zu einem Anlaufpunkt für Menschen, die von Nordafrika aus nach Griechenland und damit in die Europäische Union gelangen wollen. Der griechische Migrationsminister Thanos Plevris erklärte wiederholt, seinen Informationen zufolge warteten in Libyen mehr als eine halbe Million Menschen auf eine Überfahrt nach Europa.
Die Route gilt als besonders gefährlich. Plötzliche Wetterumschwünge und Motorschäden an häufig veralteten und schlecht ausgerüsteten Booten stellen zusätzliche Gefahren für die Migranten dar.
Quellen
Nau.ch: Kreta meldet schon mehr Migrantenankünfte als im ganzen Vorjahr
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