Colapinto bittet Fans, die Drohungen gegen Teamkollege Gasly einzustellen
Nach rund 13'000 Morddrohungen gegen Alpine-Fahrer Pierre Gasly hat Teamkollege Franco Colapinto seine Fans aufgefordert, damit aufzuhören. Die FIA ermittelt, und Alpine-Chef Flavio Briatore hat argentinischen Medien mit dem Entzug von Interviews gedroht.
Gasly hatte die Drohungen nach dem Rennen in Madrid am 13. September in sozialen Netzwerken öffentlich gemacht. Sie richten sich gegen ihn selbst, gegen seine Familie und seine Freundin. Vorausgegangen war ein Zweikampf mit Colapinto: Gasly lag vor seinem Stallkollegen, obwohl dieser schneller war, und liess ihn nicht vorbei. Colapinto verlor zwar keine Position, beschwerte sich aber mehrmals über Funk, dass er unnötig unter Druck geriet.
Gasly sagte, er wisse, dass er als Spitzensportler in der Öffentlichkeit stehe, «das war schon immer so». Die aktuellen Drohungen überstiegen aber jedes Mass. Dass auch sein Umfeld betroffen sei, sei «völlig inakzeptabel». Viele der Drohungen und Hassnachrichten stammen laut Berichten aus Argentinien, der Heimat Colapintos.
Die FIA hat sich eingeschaltet. Präsident Mohammed Ben Sulayem nannte in einem Interview die Zahl von 13'000 Drohungen und kündigte ein hartes Vorgehen gegen Internet-Hass an. «Wenn wir diesen Kampf alleine führen, werden wir scheitern», sagte er. Stammen die Drohungen von Zuschauern oder Medienschaffenden, würden diese gesperrt. Wer sich anonym im Internet verstecke, werde mithilfe von künstlicher Intelligenz entlarvt. Die FIA betreibt dafür seit Jahren die Initiative «United Against Online Abuse».
Quellen
Nau.ch: F1-Star erhält 13'000 Todesdrohungen
Tages-Anzeiger: Gasly vs. Colapinto: 13’000 Morddrohungen gegen Formel-1-Pilot
blue News: Pierre Gasly erhielt nach GP von Spanien 13'000 Morddrohungen
20 Minuten: Heftige Attacken: F1-Fahrer kriegt 13’000 Morddrohungen
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