Newsmag am Morgen – Dienstag, 20. Oktober, 6.30 Uhr
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Themen
- Juso-Vertreter demonstrieren in Paris und planen Jugendstreik in der Schweiz
- Zürcher Kantonsrat lehnt Standesinitiative für nationale Elternzeit knapp ab
- Der TCS gibt Tipps für eine unfallfreie Heimfahrt im Herbst
- Zürcher Obergericht erhöht Strafe für Vergewaltiger auf 14,5 Jahre Haft
- Nach Krawallen gelten in Paris, Nizza und Lille lokale Ausgangssperren
- Meloni schickt nach den Krawallen in Mailand zusätzliche Soldaten in die Stadt
- In Bordeaux und Paris gelten nach den Krawallen neue Ausgangs- und Versammlungsverbote
- Musk verspricht jedem US-Kind eine SpaceX-Aktie im Wert von über 10 Milliarden Dollar
Sprechtext
Guten Morgen, das ist Newsmag am Dienstag, 20. Oktober, die Nachrichten von 6 Uhr 30.
Die Themen: Juso-Vertreter bei Pariser Demonstration, Nein zur Elternzeit-Initiative, TCS-Tipps für den Herbst, Obergericht verschärft Vergewaltiger-Strafe, Neues zu Frankreichs Krawallen, Neues zu Mailand, Ausgangssperre in Bordeaux, Musks SpaceX-Aktien für Kinder und das Wetter.
Schweiz. Zwei Juso-Vertreter haben am Samstag in Paris an der Demonstration teilgenommen, bei der es später zu schweren Ausschreitungen kam. Juso-Vizepräsident Julien Berthod sagt, er habe von den Krawallen nichts mitbekommen. Am 20. November koordiniert die Juso in mehreren Schweizer Städten Kundgebungen als Jugendstreik. Ausschreitungen wie in Frankreich erwartet Berthod hier nicht. Das EDA hat keine Informationen über festgenommene oder verletzte Schweizer.
Der Zürcher Kantonsrat hat eine Standesinitiative für eine nationale Elternzeit mit 89 zu 84 Stimmen abgelehnt. Auf Bundesebene ist bereits eine Volksinitiative für je 18 Wochen pro Elternteil eingereicht. Die Mitte erklärte, das Ziel sei damit erreicht. FDP und SVP begründeten die Ablehnung mit der offenen Finanzierung.
Der Touring Club Schweiz gibt Tipps für den Herbst. Dunkel gekleidete Personen sind erst aus rund 25 Metern sichtbar, mit reflektierendem Material bis zu 140 Metern. Winterreifen sollten schon im Oktober montiert werden, mit mindestens vier Millimetern Restprofil. Bei Wildtieren auf der Fahrbahn soll die Geschwindigkeit reduziert werden.
Das Zürcher Obergericht hat einen 30-jährigen Rumänen wegen zweier Vergewaltigungen zu 14,5 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Die Vorinstanz hatte 13 Jahre ausgesprochen. Die Taten geschahen 2022 in Wetzikon und 2023 in Wädenswil. Eine Verwahrung lehnte das Gericht ab, nach dem Vollzug muss der Mann für 15 Jahre das Land verlassen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Ausland. Zu den Krawallen in Frankreich gibt es Neues. Innenminister Laurent Nuñez nannte über zweitausend Festnahmen und 600 verletzte Polizeibeamte. Am Samstag gingen landesweit Hunderttausende friedlich auf die Strasse, die Gewerkschaft CGT sprach von achthunderttausend Teilnehmenden. Präsident Emmanuel Macron verlangte neue Konzepte gegen Plünderer.
Auch in Italien gibt es Neues. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni schickt nach den Krawallen zusätzliche Soldaten nach Mailand. Geprüft werden Ausgangssperren und verschärfte Gesetze. Die Polizei nahm mindestens 160 Personen fest, rund 80 Prozent davon minderjährig.
In Bordeaux gilt ab Dienstag bis 26. Oktober eine nächtliche Ausgangssperre für Minderjährige, von 22 bis 7 Uhr. In Teilen von Paris waren Versammlungen von Montag, 20 Uhr, bis Dienstag, 6 Uhr, verboten. Laut der Regierung wurden mindestens dreitausend Geschäfte beschädigt oder geplündert. Nuñez hat seinen Rücktritt angeboten, Macron lehnt ab. Für Samstag rufen Studierende und Gelbwesten zu neuen Protesten auf.
Wirtschaft. Elon Musk will im kommenden Jahr jedem Kind in den USA eine SpaceX-Aktie schenken. Bei über 70 Millionen Kindern wäre das zum aktuellen Kurs mehr als zehn Milliarden Dollar wert. Details zur Umsetzung und zu den Anspruchskriterien nannte er nicht. Ausgelöst wurde die Ankündigung durch das KI-Unternehmen Anthropic, das fünf Prozent seiner Aktien in einen Fonds für das öffentliche Wohl einbringen will.
Das Wetter. In der Deutschschweiz ist es heute meist teilweise sonnig und trocken, in Basel bedeckt. Die Höchstwerte liegen bei bis zu 14 Grad.
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